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Windows 10 bekommt keine Updates mehr – was heißt das für dich?

Aktualisiert am 30. Juli 2026

Microsoft hat die Unterstützung für Windows 10 eingestellt. Dein Rechner startet zwar weiterhin ganz normal, und im Alltag merkst du erst mal keinen Unterschied. Der Haken liegt woanders: Es kommen keine Sicherheitsupdates mehr. Sicherheitslücken, die ab jetzt gefunden werden, bleiben auf deinem System offen – dauerhaft. Was das praktisch bedeutet und welche Möglichkeiten du hast, steht hier ohne Panikmache.

Was genau passiert – und was nicht

Dein PC hört nicht auf zu funktionieren, es wird nichts abgeschaltet und deine Dateien bleiben, wo sie sind. Es kommen lediglich keine Reparaturen für neu entdeckte Sicherheitslücken mehr. Das Risiko wächst also langsam, aber stetig. Kritisch ist das vor allem, wenn du mit dem Rechner ins Internet gehst, Online-Banking machst oder E-Mails abrufst – also bei fast jedem. Kommt dazu, dass mit der Zeit auch Programme und Browser den Support einstellen: Irgendwann bekommt der Browser keine Updates mehr, und das ist dann die eigentliche Einfallstür.

Weg 1: Auf Windows 11 umsteigen (meist die beste Lösung)

Wenn dein Rechner die Anforderungen erfüllt, ist das Update kostenlos und deine Dateien und Programme bleiben erhalten. Ob dein Gerät geeignet ist, prüfst du mit Microsofts „PC-Integritätsprüfung". Häufigster Stolperstein ist ein Sicherheitschip namens TPM 2.0 – der ist bei vielen Rechnern ab Baujahr 2018 vorhanden, muss aber manchmal erst im BIOS aktiviert werden. Genau daran scheitern viele, dabei ist es nur ein Häkchen an der richtigen Stelle. Wichtig vorher: ein vollständiges Backup, egal wie problemlos das Update aussieht.

Weg 2: Rechner aufrüsten statt ersetzen

Erfüllt dein PC die Anforderungen knapp nicht, lohnt oft ein Blick unter die Haube, bevor du ein neues Gerät kaufst. Bei Desktop-Rechnern lässt sich manchmal ein passender Prozessor nachrüsten, häufiger scheitert es aber schlicht an einer nicht aktivierten Funktion im BIOS. Eine SSD und mehr Arbeitsspeicher machen einen älteren Rechner ohnehin spürbar schneller – für einen Bruchteil des Neupreises. Unsere Erfahrung: Ein gut ausgestatteter Rechner von 2017 mit SSD schlägt im Alltag ein billiges Neugerät aus dem Elektromarkt.

Weg 3: Neues Gerät – aber mit Bedacht

  • Nicht das billigste Angebot nehmen: Geräte mit wenig Arbeitsspeicher und langsamem Speicher sind schon beim Auspacken zäh.
  • Auf SSD achten – keine klassische Festplatte mehr, das ist der größte spürbare Unterschied.
  • Vor dem Kauf klären, wer die Daten vom alten Rechner überträgt. Fotos, E-Mails, Passwörter und Lizenzen sind schnell vergessen.
  • Den alten Rechner nicht einfach entsorgen, bevor die Daten wirklich drüben und geprüft sind – und dann die Festplatte sicher löschen.

Und wenn du erstmal gar nichts machst?

Auch das ist eine Entscheidung – dann solltest du sie aber bewusst treffen und das Risiko klein halten: einen aktuellen Browser nutzen, kein Online-Banking auf diesem Gerät, keine unbekannten Anhänge öffnen, und ein Backup deiner wichtigen Dateien auf einer externen Platte. Für einen Zweitrechner, der nur Fotos verwaltet und offline steht, ist das durchaus vertretbar. Für den Rechner, auf dem dein Alltag läuft, würden wir davon abraten.

Wann du uns holen solltest

Du weißt nicht, ob dein Rechner Windows 11 schafft, oder willst den Umstieg nicht selbst machen? Wir prüfen dein Gerät, sagen dir ehrlich, ob Update, Aufrüsten oder Neukauf am sinnvollsten ist – und übernehmen den kompletten Umzug inklusive Daten, E-Mails und Programmen. Die Einschätzung ist kostenlos, auch wenn du dich danach für etwas anderes entscheidest.

Häufige Fragen

Ist mein Windows 10 jetzt sofort gefährlich?

Nicht von einem Tag auf den anderen. Das Risiko steigt mit der Zeit, weil neu gefundene Lücken offen bleiben. Wer viel online ist oder Bankgeschäfte am Rechner erledigt, sollte nicht monatelang warten.

Kostet das Update auf Windows 11 etwas?

Nein, für Geräte mit gültiger Windows-10-Lizenz ist der Umstieg kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Hardware nachgerüstet werden muss oder du die Arbeit machen lässt.

Gehen bei dem Update meine Dateien und Programme verloren?

Im Normalfall nicht – Dateien und installierte Programme bleiben erhalten. Trotzdem gilt: vorher ein Backup. Bei Updates geht selten etwas schief, aber wenn, dann richtig.

Gibt es eine Alternative zu Windows?

Ja. Für Rechner, die hauptsächlich für Internet, E-Mail und Dokumente genutzt werden, ist ein schlankes Linux eine ernsthafte Option – kostenlos, sicher und auf alter Hardware oft erstaunlich flott. Es ist nicht für jeden das Richtige, aber wir sagen dir gern ehrlich, ob es zu dir passen würde.